Abschluss- und dann?! Ehemalige Schüler berichten

Abschluss- und dann?! Ehemalige Schüler berichten

Viele Schüler haben Angst vor dem Schulabschluss und der Zeit danach. In dieser Rubrik berichten euch regelmäßig ehemalige Schüler der Salvator von ihren Erfahrungen rund um das Thema “Abschluss- und dann?!”. Heute erzählt euch Max von seiner Zeit während und nach dem Abitur.

 

Name?

Max

 

Alter?

18 Jahre

 

Wann hast du deinen Abschluss an der Salvator gemacht?

2016

 

Was waren deine Leistungskurse?

Chemie und Geographie

 

Wie war dein NC (numerus clausus – Notendurchschnitt)

1,6

 

Welche Sachen musstest du während der Oberstufenzeit beachten?

Die Oberstufenzeit war relativ entspannt. Wichtig ist, dass man sich nicht verrückt machen lässt. Das Abitur ist durchaus machbar. Genauso wichtig ist aber auch, dass man sich nicht komplett gehen lässt und auch für die Klausuren lernt. Alles, was man schon für die Klausur gelernt hat, muss man weniger für die Abiprüfung lernen.

6c. Besonders bei der Präsentationsprüfung kann man sich durch Vorbereitung und Organisation viele Punkte holen. Mehr Kontrolle über die Note könnt ihr kaum haben! Deshalb sollte man schon früh beginnen, sich ein gutes Thema auszusuchen und auch schon grob zu überlegen, ob es dazu überhaupt genug Quellen gibt und ob man 20 Minuten dazu reden kann. Wenn man dann die eigentliche Arbeit auch nicht bis zum April aufschiebt, kann man sehr entspannt zur Prüfung gehen. Wenn ihr Probleme habt, könnt ihr die mit eurem Lehrer besprechen. Es kommt meistens gut an, wenn man sich rechtzeitig um Probleme kümmert und selber Hilfe sucht.

Meine Noten in den Abiprüfungen waren wesentlich schlechter als die in den Semestern. Ich glaube, dass es vor allem daran lag, dass die Prüfungszeit so lange gedauert hat. Mir hat oft die Motivation gefehlt, in meiner “Freizeit” für die Prüfungen zu lernen. Man sollte sich selber Termine setzen und vornehmen, z.B. jeden Tag eine Stunde für eine Prüfung zu lernen. Dann hat man ein bisschen Routine drin und schiebt das nicht so weit auf.

 

Was machst du momentan?

Ich studiere jetzt im ersten Semester Verkehrsingenieurwesen an der TU Dresden.

 

Was hast du seit deinem Abschluss bis jetzt gemacht?

Nach dem Abi bin ich nach Dresden gezogen und hab erstmal die Wohnung eingerichtet und “gelernt”, alleine zu leben. War ´ne nette Zeit, aber manchmal war mir auch langweilig. In einer fremden Stadt ohne viele Freunde kann man halt auch nicht immer spontan bei jemandem vorbeikommen, wenn man mal nichts zu tun hat oder jemanden treffen will. Ich hätte auch verreisen können, aber ich war noch 17 und ich hab niemanden gefunden, der etwas ähnliches machen wollte.

 

Wie bist du auf dein Verkehrsingenieurwesenstudium gekommen?

Ich hab mich schon immer für Verkehr interessiert und bei den “Nischenfächern” gibt es natürlich weniger Auswahl bei den Unis. Deswegen stand meine Wahl schon sehr früh fest, ich war aber einer von sehr wenigen, die das schon wussten.

 

Worauf musstest du bei deiner Bewerbung achten? Auf welche Probleme bist du gestoßen?

Ich hatte Glück: bei meinem Studienfach gibt es in Dresden gar keine Zulassungsbeschränkung. Deswegen musste ich mich einfach nur einschreiben. Etwas kompliziert war dann nur der Wechsel von der privaten in eine gesetzliche Krankenkasse. Darum sollte man sich früh kümmern, falls man das auch machen will.

 

Was möchtest du noch zur Studienwahl ergänzen und den jüngeren Schülern mit auf den Weg geben?

Kaum jemand weiß mit 17 schon, was er später mal studieren oder arbeiten will. In meinem Studiengang hat fast die Hälfte vorher schon vier Semester lang etwas anderes studiert. Ich finde es wichtig, dass ihr einfach überlegt, was euch im Beruf Spaß machen könnte und was euch interessiert. Vielleicht könnt ihr auch euer Hobby zum Beruf machen? Praktika können euch Einblicke in den Beruf geben und so zeigen, ob ihr das auch wirklich später mal machen wollt. Außerdem solltet ihr immer überlegen, ob ihr ein Studium oder eine Ausbildung machen wollt. Beides ist anstrengend, aber viele hätten bei einem Ausbildungsberuf mehr Spaß. Lasst euch nicht einreden, dass jeder heutzutage studieren muss. Selbst wenn, das kann man nach einer Ausbildung auch noch machen (oder ein duales Studium). Falls ihr euch für eine Studienrichtung entschieden habt, steht die schwierige Wahl der Universität bevor. Das ist fast noch schwerer als die Wahl des Studienganges. Jede Uni setzt andere Schwerpunkte, hat einen anderen (oder auch gar keinen) NC, hat andere Studentenzahlen, eine andere Ausstattung, manche bieten noch ein Diplom an, … Auch die Stadt muss einem sympathisch sein. Ich hatte viele Vorurteile gegenüber Dresden, auch weil die Stadt wesentlich kleiner ist als Berlin. Innerhalb von einer Woche hab ich mich hier wohler gefühlt als jemals in Berlin. Schaut euch einfach die Uni am Tag der offenen Tür an und besucht mal die Stadt. Dann werdet ihr schnell merken, ob ihr dort studieren wollt oder doch lieber woanders.

 

Falls ihr Fragen an Max oder zum Thema habt, schreibt gerne einen Kommentar.

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